Bargeld abschaffen

Auch wenn in einigen skandinavischen und europäischen Ländern der Kampf gegen das Bargeld bereits weiter fortgeschritten ist als in Deutschland, muss gefragt werden dürfen, warum ausgerechnet Deutschland diesen Unsinn mitmachen muss. Zumal die Ziele der Bargeldbeschränkung von Vorsitzenden der Banken selbst formuliert werden. Es soll vor allem verhindert werden, dass die Bürger ihr Geld von der Bank im Falle negativer Zinsen abheben können (Schweiz). Und Geld unter der Matratze macht etwa 30% der Sparquote. An dieses Geld wollen die Banken ran (Norwegen). Der Staat gehorcht und macht bereitwillig mit. Die Begründung der Initiative, man wolle den internationalen Terrorismus damit bekämpfen, ist jedoch angesichts der internationalen Finanzlage wenig glaubwürdig und die Absichten, den Bürger völlig vom elektronischen Geldumlauf abhängig und manipulierbar zu machen mehr als durchsichtig. Die vorgeschobenen Ziele wie das Bekämpfen von Terror, Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung und organisierter Kriminalität zeigen deutlich, dass die Staaten, und hier auch die Bundesregierung nicht gewillt sind, mit rechtsstaatlichen Mitteln durch Polizei, Zoll und Bundespolizei, mit international vernetzten Aktivitäten Kriminalität und Steuerhinterziehung nachhaltig zu bekämpfen. Der Bürger muss mal wieder, wie auch schon bei den Rettungsschirmen, Sicherungseinlagegesetzen und Negativzinsen in die Bresche springen. Das ist nicht demokratisch, sondern billige Abzocke, auch wenn sie im Parlament beschlossen werden sollte.

Jede Krise, jeder Zwischenfall, jeder Anschlag wird dafür genutzt, die Freiheiten der Bürger immer etwas mehr einzuschränken und trotz hoher Staatseinnahmen die innere Sicherheit nach dem Motto „Geiz ist Geil“ weiter zu betreiben.

Der fleißige Bürger darf mit seinem ehrlich verdienten und versteuerten Geld machen was will. Der ordentliche Politiker mit demokratischen Verständnis einer rechtsstaatlichen parlamentarischen Demokratie darf nicht der Bequemlichkeit erliegen und sich statt mühsamer Innen- und Ordnungspolitik bei dem Bürger einfach zu bedienen – weil der Bürger immer da ist, immer arbeitet und zu überwiegenden Mehrheit brav das macht, was ihm die Obrigkeit sagt. Doch noch Untertan, 2016?

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