Weltklima geht baden

Die Stimmen der Wissenschaft werden immer drängender, wenn sie die Folgen von einer weiteren Erderwärmung um 2 Grad beschreiben. Die Meeresspiegel werden immer höher, das Meer nimmt immer mehr Land ein, es wird so heiß, dass es der Mensch nur 8 Stunden draußen aushält, bevor er in der Hitze verstirbt. Eine massive weitere Erhöhung von Kohlendioxid wird beobachtet und für diese Klimakatastrophe verantwortlich gemacht. Die Verbrennung von fossilen Energien Kohle, Öl wird kritisiert.

Wenn sich die Regierungen bei Klimagipfeln treffen, dann sind sie nicht in der Lage, konkrete Vereinbarungen zu treffen, die diese Katastrophen beginnen würden zu stoppen und die Menge an Kohlendioxid deutlich senken könnten. Sehenden Auges in die Katastrophe. Ist das, soll das unsere reale Zukunft sein?

Interessanterweise ziehen sich Investoren, wie die Allianz aus der Kohleförderung raus. Die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien reicht heute schon für die Versorgung durch elektrische Energie aus. Die Autokonzerne haben in den Schubladen ihrer Entwicklungsabteilungen Konzepte wie die Brennstoffzelle. Die Entwicklung von Speichermedien für die Zwischenlagerung der aus Wind und Sonne erzeugten Energie schreitet vor. Die Weiterentwicklung des Elektro-Autos ist nur Frage des Wollens. Usw., usw., usw.

Es dauert. Aber vor allem gibt es auch in der Frage des Weltklimas eine schier unüberbrückbar erscheinende Gemengelage von Partikularinteressen, wirtschaftlichen Zielen verschiedener Wirtschaftszweige und jeweiliger Staaten, Regionen, Kontinenten. Bislang ist es immer noch nicht gelungen, bei den bisherigen Gipfeln das menschliche Leben als wichtigstes Ziel, wichtigstes Interesse, das menschliche Leben als den maximalen Gewinn an oberste Stelle zu stellen. Irgendetwas anderes ist immer wichtiger und so sind die Gipfelteilnehmer bisher immer am Ende des Gipfels auseinandergegangen. Mit der Vereinbarung: wir haben die Absicht, uns über Wichtigkeiten austauschen. Toll.

Derweil geht das Weltklima weiter baden.

Einfach so. Ganze Landstriche in Afrika sind schon unter Wasser, Menschen verlieren ihre Häuser und gehen, oder werden wo anders hingehen, werden zu Flüchtlingen. Wie viel Millionen? Hunderte Millionen. Das ist dann nicht zu schaffen.

Es ist aller höchste Zeit, dass sich die Regierungen aller Länder hinter die Verbesserung des Weltklimas mit Vereinbarungen zu effektiven Maßnahmen stellen. Ohne faule Kompromisse.
Auf dem Gipfel in Paris wird es wieder um die Suche nach Umleitungen gehen, die an Kompromissen vorbei gehen. Solche Verkehrsführung endet bei faulen Kompromissen.

Wir brauchen aber Luft.

Auf der ganzen Welt. Ein Klimaausgleich. Schnell und wirksam. Die Lungen, die diesen Klimaausgleich relativ schnell helfen zu beatmen sind die Wälder. Die Wälder, die brandgerodet werden, Wälder die abgeholzt werden, Wälder die damit zu Gunsten von meist nicht erforderlichen Produktionen geopfert werden. Und geopfert wurden. Tote Wälder, verbrannte Wälder, abgeholzte Wälder – sie atmen nicht mehr. Urwald und Regenwald atmet nicht mehr so stark wie früher. Wälder ersticken unter der Gier der Menschen, die sich anschicken Wälder zu überleben in dem sie diese abholzen. Klimamord. Tatort Erde.

Bei dem Klimagipfel in Paris müsste es zumindest möglich sein einen historischen Deal fürs Atmen der Weltgemeinschaft, zu eigenem Überleben einzugehen:

Alle abgeholzten Wälder aufforsten, wieder bewalden. Regen- und Urwald ruhen zu lassen, keine Brandrodungen, keine Abholzungen mehr. Regen- und Urwald sind stark genug, sich wieder zu erholen und zu verbreitern, wenn man sie lässt, wenn man sie nicht mehr abholzt und abbrennt. Die Kilometer abgeholzter Waldhektars stehen nicht von selber auf. Die müssen wir aufforsten, Bäume pflanzen. Es kostet ca. 20 Milliarden USD pro Jahr die Aufforstung weltweit durchzuführen. Es schafft Arbeitsplätze anderer Art, sichert oder gibt gestaltbare Lebensbedingungen in die verarmten Regionen zurück und verschafft uns allen wieder eine Lunge zum Atmen – die Waldlunge. Die in der Lage ist, die vielen Tonen an Kohlendioxid zu Sauerstoff zu verarbeiten.

Für den Klima-Gipfel in Paris reicht ein Tagesordnungspunkt: die Wiederaufforstung der Welt.

Eine andere Technologie zur Verarbeitung von Kohlendioxid zu Sauerstoff haben wir nicht. Und die Welt liegt schon auf der Intensivstation. Zur Zeit sind so viele Konflikte, so viele kriegerische Konflikte überall in der Welt zuhause, Terror bestimmt an vielen Orten den Alltag. In dieser Situation werden die Regierungen auf dem Klima-Gipfel in Paris kaum zu weitreichenderen Entscheidungen in der Lage sein. Sie müssen Koalitionen bilden und halten.

Aber die Regierungen dürfen keine Zeit mehr verlieren. Für den Klima-Gipfel in Paris reicht ein Tagesordnungspunkt:

die Wiederaufforstung der Welt

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Sollten allerdings die Regierungen auf dem Klima-Gipfel in Paris nicht in der Lage sein, die Wiederaufforstung der Welt zu beschließen und sie durchzuführen, und sich auch an die Aufforstungsbeschlüsse zu halten, dann haben sie den Kampf um Sauerstoff verloren. Dann haben sie die Menschen betrogen, von denen sie gewählt wurden. Bei Wahlkampfreden versprechen sie Wohlstand und Schaden von uns abzuwenden. Dann sollen sie uns den Sauerstoff zurückgeben und kein Sauerstoff mehr wegnehmen. Die Wälder der Welt. Das atmende Klima ist der eiligste Tagesordnungspunkt.

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